Von Straßen und Schatten

Von Hartfrost Fischberns

Gestern ging ich durch die Straßen meiner Stadt.
Die Sonne schien nur trüb auf mich herab;
Durch dunkle Wolken, als wär’s schon Nacht,
lief ich als schlief ich und wär‘ nicht wach
blind durch die Straßen meiner Stadt.

Sah nichts als Schein und bloß Fassade.
Glitzernd Reichtum dieser Tage
Schoss hoch empor am Horizont
mit Werbung an der Häuserfront.
Sah nichts als schein und Maskerade.

Ich ging und schritt entlang den Wegen
Und sah im Regen mir kam entgegen
ein Schatten der zu schnell verschwand,
blieb unerkannt, versank, ertrank
im Meer der Massen am Straßenrand.

Es blieb die Frage wer er war,
wie böse oder wunderbar.
Ich trat an Meer, es trat zurück.
Ich fragte, sagte ohne Glück.
Das Meer blieb still, dass Meer blieb starr.