Making Of: Musikwahl der Rahmenhandlung – GTA Ben-Hur

Bevor ich erzählen kann, wie ich die Rahmenhandlung aufnahm und inszenierte, muss ich zuerst auf die Musikwahl eingehen. Schließlich inspirierte mich die Musik maßgeblich bei der genauen Anordnung und Konzeption von Intro- und Outro-Szenen.

Wie im Artikel zur Grundidee des Videos beschrieben hatte ich mich zwar schon auf das grobe Handlungsgerüst der Rahmenhandlung festgelegt (das nostalgische Erinnern an die Zeit als Teilnehmer am Ben-Hur Team-Deathmatch), doch konkretisiertes sich die Umsetzung dieser erst mit der Wahl der Musik.

Ein Lied für vier Stimmungen

Von vorne rein war mir klar, dass die Musik dem gesamten Video einen in erster Linie epischen, doch darüber hinaus auch modernen und individuellen Touch geben sollte. Dies galt natürlich auch für das Intro, doch solle sie dort zusätzlich die Melancholie des nostalgischen Zurückerinnern des Protagonisten wiederspiegeln, also eher traurig klingen.

Für das Intro suchte ich im ersten Schritt nach Musik, auf die die Attribute „episch“ und „traurig“ zutrafen, da ich sicher war, dass ich die Attribute „modern“ und „individuell“ finden würde, wenn ich im zweiten Schritt nach Remixen und Neuinterpretation des „episch-traurigen“ Liedes suchen würde.

Mit dem Wort „episch“ assoziiere ich musiktechnisch vor allem Streicher, Chöre und ähnliche orchestrale Elemente. Also war mir klar, dass ich nach Musik der Kategorie „Klassisch Orchestral“ suchen müsse. Von all den Lieder, die mir spontan dazu einfielen, gefiel mir Lacrimosa (eigentlich Requiem in d-Moll KV 626) von Mozart mit Abstand am besten. Seitdem ich es im Film Amadeus gehört hatte, war es mir nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Zur Sicherheit hörte ich mich noch andere ähnliche Stücke an, fand aber kein Lied, das besser die gesuchte Epik und Traurigkeit wiederspiegelte.

Die Suche nach dem modernen Klassiker

Im zweiten Schritt suchte ich also nach Neuinterpretationen von Lacrimosa, um die anderen beiden gesuchten Attribute „modern“ und „individuell“ zu erfüllen. Weil ich Trotz Neuinterpretation des Liedes dennoch wollte, dass von den originalen Instrumenten möglichst viel erhalten blieb, suchte ich im Genre Hip-Hop nach Neuinterpretationen. Ich war mir sicher, in diesem Genre leichter Lieder zu finden, die die Lacrimosa-Melodie mittels Sampling übernahmen, statt mit anderen Instrumente nachspielten.

Da es mir als einfachsten erschien, in Youtube fündig zu werden, suchte ich dort. Ich benutze Suchbegriffe „Beat“, „Trap“, „Rap“ in Kombination mit „Mozart Lacrimosa“ und wurde schnell fündig. Auf einen Schlag wurde mir gleiche mehrere Hip-Hop-Interpretationen angezeigt, doch machten fast alle den subjektiven Fehler, den Beat mit dem Chor anzufangen, statt die wunderschönen Streicher mitzunehmen, die im Original vor dem Chor zu hören sind, und für mich unabdingbar waren. Also suchte ich weiter bis ich das Lied „Lacrimosa Sampled Trap Beat 2019 Mozart 808“ von dem Youtuber BeattapeFactory (heute NAVAZ) fad. Es war für mich mit großem Abstand das Beste, nicht nur, weil es den gesamten Anfang des Originals mit den Streichern beinhaltete, sondern auch, weil die frenetischen Drums den Ganzem einen zusätzliche Intensität verliehen.

Nachdem ich den Youtuber mir seinen Segen gab, sein Werk im Video benutzen zu dürfen, machte ich mich daran, die Rahmenhandlung zu konzipieren.


Und genau dort geht das Tutorial auch weiter: Erstellung von Intros und Outros


Inhaltsverzeichnis des GTA Ben-Hur Making-Ofs

  1. Das GTA Ben-Hur Video
  2. Entstehungsgeschichte der Karte
  3. Grundidee des Videos
  4. Erspielen der Action-Sequenzen
  5. Aufnahmearten der Action-Sequenzen
  6. Inszenierung der Action-Sequenzen
  7. Musikwahl der Rahmenhandlung
  8. Intros und Outros – Konzeption und Inszenierung
  9. Schneiden des Videos

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