Take-Two: Geschäftszahlen, Zukunftsprognosen und Interview mit CEO

Hinter den Entwicklerstudios, die uns Jahr für Jahr mit brandneuen Spielen versorgen, stecken ja bekanntlich die Publisher, die Geldgeber, Videospiel-Verlage wie Take-Two Interactive und Activision Blizzard, die selbst Quartal um Quartal den Investoren und Anlegern Rechenschaft ablegen müssen.

So passierte es auch am 30 Juni als Take-Two Interactive, der Mutterkonzern von Studios wie Rockstar Games und 2K Games, seine Geschäftszahlen des letzten Quartals veröffentlichte. Der Videospiel Gigant, der Franchises wie Mafia, Max Payne, Civilization und GTA sein eigen nennt, gab auch gleichzeitig eine Prognose für die Zukunft ab.

Bei Take-Two klingen trotz Fehlen neuer Spiele zur Freude der Anleger die Kassen

Take-Two Geschäftszahlen, Zukunftsprognosen und Interview mit CEO Strauss Zelnick GTA Online Mafia 3 NBA 2KObwohl der Publisher im letzten Quartal keine neuen Titel rausbrachte fuhr die Aktie von Take Two dennoch Gewinne heim und das nicht nur im letzten Quartal, sondern im ganzen vergangenem Jahr. Auch ohne den längst überfälligen Story DLC für GTA V und andere potenzielle Verkaufsschlager ließen die Anleger den Kopf nicht hängen und kauften eifrig Aktien; und so stiegen die Wertpapiere von 31 Euro jüngst auf 38 Euro pro Stück im letzten Quartal, was einen Anstieg von durchschnittlich 46 US-Cents pro Aktie macht.

Selbst Battleborn, der gefloppte und verlustreiche Konkurrent vom erfolgreichen Overwatch konnte an den 268 Millionen US-Dollar Gewinn nichts ändern.

Grund hierfür sind natürlich die optionalen Mikrotransaktionen, die Take Two in der Vergangenheit in immer mehr Spiele implementiert hat. Vor allem der Open World Dauerbrenner GTA Online sorgte für einen stetigen Fluss an Moneten. Aber auch die Zahlen der Basketball Simulation NBA 2k16 können sich sehen lassen.

Der Präsident von Take-Two Strauss Zelnick verspricht im Interview eine rosige Zukunft

Kein Wunder dass der CEO und Chairman Strauss Zelnick sich mit stolzgeschwellter Brust und selbstsicheren  Lächeln präsentiert, als er sich den Fragen von Jim Cramer, den überdrehten Host der Wirtschaftsshow „Mad Money“  vor zwei Monaten stellte. Oft war der Präsident von Take-Two Interactive schon in der Sendung, doch selten zuvor hat er sich so offen in die Karten schauen lassen was die Zukunft des Unternehmens angeht.

Strauss geht fest davon aus, dass es auch langfristig so erfolgreich weitergehen wird, Vorausgesetzt das Take-Two auch weiterhin den Firmenmotto treu bleibt und „den Konsumenten die qualitativ hochwertigsten Produkte auf den Plattformen ihre Wahl bietet“.  Vor allem die Basketball Reihe NBA 2K hat es den gebürtigen Amerikaner angetan. Wachsen soll die Serie und vor allem in Europa öfter über die Ladentheke wandern. Für frischen Wind wird die Fortsetzung, NBA 2k17, sorgen, wie auch die Früchte der Anstrengungen im EA Sport Bereich. Erst kürzlich hat der Publisher ein NBA 2K16 Turnier veranstaltet, bei dem das Gewinner Team sage und schreibe 250.000 US-Dollar mit nach Hause nahm.

Auch Mafia III und  WWE 2K17 werden die Kassen klingeln lassen, da ist sich der CEO sicher, doch was den aufkommenden VR-Hype angeht, ist Zelnick skeptisch und zögerlich. Die Technologie sei noch nicht so weit und bei den Konsumenten längst noch nicht etabliert. Es fehlen die  Killer-Spiele, -Konsolen und -Applikationen. Ja, klar, Oculus VR und Valves HTC Vive stehen in den Startlöchern, doch Take-Two ist schon aus Tradition alles andere als ein Early Adopter. Und so heißt es abwarten und Tee trinken, auch was Story DLCs für GTA V  und das sehnlichst erwartete Red Dead Redemption 2 angeht.

Obwohl…wer weiß wie lange das noch dauert denn mit den Geschäftszahlen kam auch die Bestätigung, dass die Jungs und Mädels von Rockstar Games „hart an wichtigen Projekten“ arbeiten würden.

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